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SKOLIOSE

Als Skoliose wird eine dauerhafte seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule bezeichnet. Wie bereits ihre geschätzte Häufigkeit vermuten lässt, sie liegt zwischen 0,1 und 15 Prozent, ist nicht genau definiert, ab welchem Grad eine solche Fehlstellung als behandlungsbedürftig eingestuft wird. Auch die Ursache der Skoliose ist in den meisten Fällen (85%) unbekannt. Auf jeden Fall aber sind die Heilungschancen um so besser, je früher die physiotherapeutische Behandlung einsetzt.
Auf diesen Seiten intressieren wir uns natugemäß besonders für den Zusammenhang mit dem Tragen im DIDYMOS-Tragetuch.

Dazu ein Kommentar von Frau Engel-Majer:(Physiotherapeutin, spezialisiert auf die Behandlung von Kindern) Tragen und Skoliose sind ein heikles Thema. Wenn ein Kind mit Skoliose im Tragetuch getragen wird, wird es sicher Vorwürfe geben. Fälschlicherweise kursiert ja immer noch das Märchen, dass das Tragen im Tuch Skoliosen verursachen würde. Das hat Frau Kirkilionis ja eindrücklich widerlegt. Mir ist keine Studie bekannt die die Auswirkung des Getragenwerdens auf bestehende Skoliosen untersucht hätte.

Meiner Meinung nach sollten auch diese Kinder getragen werden, da der Effekt des Bewegtwerdens, des Reagierens auf die Lageveränderungen sich hier auch positiv auswirkt. Alleroberstes Gebot ist, wie bei keinem anderen Kind, das richtige Binden. Das Kind sollte optimalen Halt haben, das heißt die Wickelkreuztrage ist sicher die richtige Bindetechnik. Die Haltung der Wirbelsäule des Kindes kann man darüber beeinflussen auf welcher Seite mehr Gewicht hängt. Sollte das Kind also entsprechend seiner Skoliose schief im Tuch hängen, hilft es, wenn man es etwas mit dem Po zur anderen Seite "ruckelt". Des weiteren wird das Kind seinen Kopf meist auf seine Lieblingsseite drehen. Insbesondere wenn es schläft, kann die Mutter das Köpfchen zur anderen Seite drehen und eine Tuchhälfte darüber legen. Manche Kinder lassen sich das auch gefallen wenn sie wach sind. Außerdem kann man die "Lieblingsseite" sonst "dicht machen" so dass es dort nichts zu sehen gibt. Dies sollte nicht ausschließlich geschehen (das Kind sollte immer beide Seiten nutzen), aber wenn möglich die Hälfte der Zeit.

Manchmal ist das Tragen auch eine Chance das Köpfchen in entspannter Situation auf diesem Wege auf die so sehr gemiedene Seite zu bringen. Am besten die Mutter probiert das alles vor einem Spiegel aus. Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass als Folge der Schiefhaltung bei einer Skoliose sich eine Hüfte (die dem Gesicht abgewandte Seite) häufig nicht adäquat entwickelt.

Der positive Effekt des Tragens auf die kindliche Hüftentwicklung ist ebenso von Frau Kirkilionis anschaulich beschrieben worden. Noch ein Grund auch diese Kinder zu tragen! Die Mutter soll sich nicht verunsichern lassen, bei wilden Behauptungen über negative Auswirkungen des Tragens ist es oft sehr hilfreich nach der Quelle zu fragen.

H. Engel-Majer, Physiotherapeutin
Quelle: www.didymos.de

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