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DAS UNSPEZIFISCHE SCHREIEN

Das unspezifische Schreien in den ersten Lebensmonaten kann die Eltern nachhaltig verunsichern. Weil sie sich das Schreien nicht erklären können und weil das Schreien von Woche zu Woche schlimmer wird, nehmen sie begreiflicherweise an, daß sie irgendetwas in der Pflege oder im Umgang mit dem Kind falsch machen.

In Gesellschaften, in denen Säuglinge einen engen Körperkontakt mit der Mutter und anderen vertrauten Personen haben, scheint das unspezifische Schreien weniger ausgeprägt zu sein. Wenn wir bedenken, daß der menschliche Säugling beinahe während der ganzen Menschheitsgeschichte von der Mutter herumgetragen wurde, müssen wir uns ernsthaft fragen, ob nicht viele Kinder gar nicht in der Lage sind, in den ersten Lebensmonaten ohne ständigen Körperkontakt mit der Mutter und anderen vertrauten Personen auszukommen.

Möglicherweise wird der Säugling durch das stundenlange Liegenlassen, wie es in unserer Kultur seit Beginn der Industrialisierung, das heißt, seit rund , der Brauch ist, in einen unphysiologischen Zustand versetzt, der sich unter anderem in unspezifischem Schreien äußert. In einer konnte gezeigt werden, daß vermehrtes Herumtragen während dreier Stunden pro Tag zu einer erheblichen Verminderung des täglichen Schreiens führt. Entscheidend dabei ist, daß der Säugling nicht erst herumgetragen wird, wenn er weint, sondern daß das Herumtragen über den Tag verteilt erfolgt. Wiederholter Körperkontakt und häufige Stimulierung des Gleichgewichts- und Bewegungsorganes scheinen eine rhythmisierende Wirkung auf verschiedenste Körperfunktionen zu haben, die zu einer Reduzierung der Schreiperioden führt. Kinder, die vermehrt herumgetragen werden, schlafen nicht mehr oder weniger als andere Kinder, sie schlafen aber leichter ein. Zudem sind sie aufmerksamer und interessierter an der Umwelt. In Gesellschaften, in denen die Kinder weniger schreien, werden Säuglinge nicht nur mehr herumgetragen als bei uns, sie werden auch weit häufiger gestillt.

Remo H. Largo · Professor für Kinderheilkunde am Kinderspital Zürich und Vater von drei Kindern
Quelle: www.didymos.de

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